Frohmestraße: Verkehrsprüfung vollständig abgeschlossen – jetzt muss der Umbau zeitnah erfolgen
Die Bezirksversammlung Eimsbüttel hatte sich mehrheitlich dafür eingesetzt und beschlossen, eine Einbahnstraßenlösung fundiert zu prüfen. Zuvor hatte die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende gemeinsam mit dem Bezirksamt die Varianten Tempo 20 verkehrsberuhigter Geschäftsbereich und Temop 30 Mischverkehr geprüft und als Varianten vorgeschlagen und die Einbahnstraße aus dem Rennen genommen. Die Verkehrsprüfung zur vorgeschlagenen Einbahnstraßenlösung in der Frohmestraße ist nun vollständig abgeschlossen.
Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende spricht sich im Ergebnis gegen diese Variante aus. Ausschlaggebend ist nicht die rechtliche Umsetzbarkeit, sondern insbesondere die Auswirkungen auf den Busverkehr. Die zusätzlichen betrieblichen und finanziellen Aufwendungen, die mit einer veränderten Linienführung verbunden wären, sind bei der aktuellen Haushaltslage nicht möglich.
Für den Wahlkreisabgeordneten für Schnelsen, Niendorf und Lokstedt in der Bürgerschaft, Koorosh Armi, war die Prüfung dennoch ein wichtiger und notwendiger Schritt:
„„Wir haben uns für eine alltagstaugliche und zukunftsorientierte Verkehrslösung eingesetzt, die nicht nur die Frohmestraße selbst, sondern die Entwicklung von ganz Schnelsen im Blick hat. Schnelsen wächst, neue Wohnquartiere entstehen und auch die Anforderungen an den öffentlichen Nahverkehr werden weiter steigen. Deshalb war es richtig, die Einbahnstraßenlösung fachlich fundiert prüfen zu lassen und nicht vorschnell auszuschließen.““
Armi und die SPD-Fraktion hatten sich dafür eingesetzt, eine neue Verkehrsführung für die Frohmestraße durch die zuständigen Stellen untersuchen zu lassen. Zuvor war eine Einbahnstraßenlösung wiederholt als nicht umsetzbar dargestellt worden, ohne dass eine entsprechende fachlich fundierte Prüfung vorlag.
Mit der nun vorliegenden Stellungnahme gibt es erstmals eine belastbare fachliche Grundlage für die weitere Entscheidung. Die BVM macht deutlich, dass insbesondere die Herausnahme einer Fahrtrichtung für den Busverkehr erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Verbindungen hätte.
Klar ist mit der Prüfung aber auch: Die Anordnung einer Einbahnstraße wäre grundsätzlich möglich. Damit ist die in der Vergangenheit wiederholt geäußerte pauschale Aussage, eine solche Verkehrsführung sei grundsätzlich nicht umsetzbar, in dieser Form nicht mehr haltbar. Die neue fachliche Bewertung zeigt vielmehr, dass die Einbahnstraßenlösung grundsätzlich möglich wäre, ihre Umsetzung jedoch vor allem aufgrund der erwarteten Auswirkungen auf den Busverkehr und der damit verbundenen zusätzlichen Aufwendungen nicht empfohlen wird.
Armi: „Das Ergebnis ist nicht das, was wir uns gewünscht haben. Aber eine Prüfung macht nur Sinn, wenn man auch bereit ist, das Ergebnis zu akzeptieren. Für mich heißt das jetzt: Wir dürfen keine weitere Zeit verlieren. Der Umbau, die Neuordnung und Aufwertung der Frohmestraße müssen jetzt zeitnah umgesetzt werden. Entscheidend ist, dass unsere Frohmestraße nach jahrelangen Diskussionen nun sichtbar verbessert wird.“
Die Frohmestraße ist das Zentrum Schnelsens und muss sowohl als Einkaufsstraße als auch als Aufenthaltsort und wichtige Busverbindung funktionieren.