Wohngeldreform: Rot-Grün fordert Umdenken der Bundesregierung
Hohe Wohnkosten belasten auch in Schnelsen viele Menschen. Für Haushalte mit geringem Einkommen ist das Wohngeld eine wichtige Unterstützung, um die monatliche Miete bezahlen zu können. Die geplante Wohngeldreform der Bundesregierung droht diese Entlastung zu verringern.
Die Hamburger Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen fordern deshalb Nachbesserungen. Mit einem gemeinsamen Antrag wollen sie den Senat beauftragen, sich im Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene für den Erhalt der Leistungen einzusetzen. Die Bürgerschaft berät darüber am 16. September.
Kritisch sehen die Fraktionen insbesondere die geplante Halbierung der Heizkostenkomponente, Nachteile für Alleinerziehende und die Herabstufung Hamburgs von Mietenstufe VI auf V. Letztere würde bedeuten, dass bei der Berechnung des Wohngeldes niedrigere Mietobergrenzen berücksichtigt werden – trotz des angespannten Hamburger Wohnungsmarktes.
Wir als SPD Schnelsen unterstützen diesen Vorstoß. Menschen sollen sich ihr Zuhause weiterhin leisten können. Gerade für ältere Menschen, Alleinerziehende und Familien mit geringem Einkommen muss die Unterstützung verlässlich bleiben.
Die Bedeutung des Wohngeldes wird an den Hamburger Zahlen deutlich: Ende 2025 erhielten 26.970 Haushalte einen Mietzuschuss. Durchschnittlich waren es 318 Euro monatlich. Durch diese Unterstützung verringerte sich die durchschnittliche Mietbelastung der betroffenen Haushalte von 41 auf 21 Prozent ihres Einkommens.
Neben dem Erhalt der Leistungen setzen sich SPD und Grüne für einfachere Anträge und schnellere Verfahren ein. Geprüft werden soll außerdem, ob Antragstellende künftig möglichst automatisiert Hinweise auf mutmaßlich überhöhte Mieten und Beratungsangebote erhalten können.
Für uns gehört zu einem sozialen Stadtteil, dass Menschen auch mit kleinem Einkommen hier wohnen bleiben können. Deshalb braucht es ein Wohngeld, das wirksam entlastet und unkompliziert bei den Menschen ankommt.
„Auch in Eimsbüttel müssen viele Menschen genau rechnen, damit das Geld für Miete, Heizung und den Alltag reicht. Beim Wohngeld zu kürzen, würde diese Haushalte zusätzlich unter Druck setzen.
Wir brauchen verlässliche Unterstützung und einen einfachen Weg, sie zu beantragen. Deshalb setzen wir uns als SPD-Fraktion Eimsbüttel für eine vereinfachte und verständliche Antragstellung ein. Das entlastet das Fachamt und vor allem die Antragstellenden. Für uns ist klar: Weniger Bürokratie bedeutet, dass Hilfe schneller bei den Menschen ankommen kann.“
Mitglied der Bezirksversammlung Eimsbüttel Sprecherin im Ausschuss für Wirtschaft, Digitales und Verbraucherschutz